Jun-Tong-Won Hapkido

Der Jun-Tong-Won1-Stil wurde um 1970 von Großmeister Karl-Heinz Kickuth entwickelt. Technische Grundlage für die Stilbildung waren die Systeme Daehan Hapkido (Kim Sou-Bong) und Kuk Sool Won Hapkido (Pak In-Shyuk, Oh Kun-Kyo). 

Karl-Heinz Kickuth entschied sich, Inhalte beider Linien zu vereinen. Aufgrund des Anspruchs, die traditionellen Merkmale der Stile zu bewahren, wurde die Bezeichnung Jun-Tong-Won Hapkido ausgewählt, was sich als 'Hapkido der traditionellen Schule' umschreiben lässt. 1986 wurde Kickuth von Großmeister Pak mit dem 7. Dan ausgezeichnet.

Seit Kickuths Tod (2001) wird Jun-Tong-Won Hapkido von Großmeister Detlef Klos vertreten, der langjähriger Schüler Kickuths war und dessen Verdienste um den Erhalt der koreanischen Techniküberlieferung fortsetzt. Klos trägt den 9. Dan im Hapkido, der ihm 2017 von In Sun Seo zugesprochen wurde. 

Inzwischen ist Jun-Tong-Won Hapkido auch an die koreanische World Kido Federation/Hanminjok Hapkido Association angegliedert. Die Vereine sind Mitglied des Weltverbandes, alle Gürtelprüfungen werden von diesem anerkannt und mit Geub- bzw. Danurkunden bestätigt. Unsere Hapkidoin nehmen regelmäßig an den alle zwei Jahre stattfindenden Hapkido World Games in Busan/Korea sowie an internationalen Turnieren in Europa teil. Eine enge Freundschaft besteht zudem zum Generalsekretär der Hanminjok Hapkido Assocciation, Großmeister Scott Sungyeel Seo, der regelmäßig Europa besucht und an dessen Seminaren unsere Mitglieder mit Begeisterung teilnehmen.

Das Jun-Tong-Won Hapkido wird in Anlehnung an GM Seo In-Suns Hanminjok-Stil gelehrt und beinhaltet ein breitgefächertes Repertoire an Techniken, welche mittels der Prinzipien Yu (Fluss), Won (Kreis), Hwa (Einwirkung) aufeinander aufbauend unterrichtet werden. Besonderheit dieses Hapkido-Stils ist der zusätzliche den Einsatz von klassischen Formen und Waffen für Fortgeschrittene. So stehen traditionelle Elemente im Einklang mit modernen Anforderungen und Formen eine unverwechselbare Kampfkunst.

Dokumentations-Video über Großmeister Seo In-Sun:

Zur Aussprache: Die Transkription des Vokals <u> in Jun orientiert sich an der englischen Aussprache (z. B. wie in sure). Übertragen in die deutsche Sprache wird es daher als offenes 'o' wie in Oktober ausgesprochen. Nach Revidierter Romanisierung würde die Umschrift Jeon (vgl. Yeop Chagi) lauten, aber natürlich gleichlautend ausgesprochen.

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